Drohnengesetzgebung in den USA

In den vergangenen Wochen haben wir bereits einen Blick auf die Drohnen-Verordnungen im deutsch-sprachigen Bereich (Deutschland, Österreich, Schweiz) gelegt. Abschließend wollen wir nun einen Schwenk über den großen Teich machen und die aktuelle Situation für Drohnen-Piloten in den USA beleuchten.

Registrierung bei der FAA ist verpflichtend

In den USA kam Ende 2015 viel Bewegung in die Regulierung als die amerikanische Behörde für Luftfahrt (FAA), die Registrierungspflicht für Multikopter ab einem Gewicht von 250 Gramm bis zu 25 Kilogramm eingeführt hat. Diese ist zum 21.12.2015 in Kraft getreten.

Im Folgenden ein einige Details zur Registrierung:

  • Die Drohnendatenbank der FAA
  • Nur für US-Amerikaner mit Wohnsitz
  • Registrierung auf Zeit
  • Nur das Gewicht zählt
  • Hohe Strafen bei Missachtung
Auf der folgenden Seite muss man sich registrierten: https://registermyuas.faa.gov

Die Registrierung kostet fünf US-Dollar.

Ausschließlich Bürger der Vereinigten Staaten von Amerika mit permanenten Wohnsitz in den USA können sich registrieren.

Die Registrierung ist für drei Jahre gültig. Danach muss sie erneuert werden.

Einsatzort und –zweck spielen keine Rollen. Jeder der eine Drohne mit mehr als 250 Gramm betriebt, muss diese anmelden.

Es drohen empfindliche Strafen bei Missachtung der Registrierung von bis zu 250.000 US-Dollar.

Ziele der Registrierungspflicht

Die FAA möchte zunächst vor allem das Verantwortungsbewusstsein der Drohnenpiloten und –pilotinnen erhöhen. Denn ist das Gerät einmal registriert, ist eine Rückverfolgung im Schadensfall problemlos möglich. Gleiches gilt bei Missachtung von Sicherheits- und Datenschutzrichtlinien. Weiterhin hilft die Registrierung natürlich auch allen Piloten und Pilotinnen bei einem Flyway. Sie ermöglicht die eindeutige Identifizierung des Inhabers und Rückgabe der Drohne.

TobyRich-Modelle sind nicht registrierungspflichtig

Die Grenze von 250 Gramm scheint sich manifestiert zu haben in der weltweiten Drohnen-Branche. Auch in anderen Ländern hat man diese Gewichtsgrenze als Anhaltspunkt genommen für gesetzliche Einschränkungen.

Damit müssen sich alle Piloten und Pilotinnen von TobyRich-Modellen, keine Gedanken um eine Registrierung machen. Denn unsere Flugzeuge liegen deutlich unter 250 Gramm.

Hobbypilot erzwingt Stopp der Registrierungspflicht

Nachdem sich über 800.000 Piloten und Pilotinnen in das Drohnenregister der FAA eingetragen hatten, hat im Mai dieses Jahres ein Gericht in Washington das Register für rechtswidrig erklärt. Dadurch müssen Hobbypiloten ihr Gerät vorerst nicht mehr registrieren bis es eine finale Klärung des Sachverhaltes geben wird. Es ist aber damit zu rechnen, dass die FAA dagegen vorgeht und in letzter Instanz vor dem US Supreme Court durch Anpassungen eine Weiterführung der Registrierungspflicht bewirkt.

Flugverbotszonen und Einschränungen die beachtet werden müssen

Nichtsdestotrotz gelten in den USA weiterhin die üblichen Sicherheitsbestimmungen für Drohnenpiloten: ohne eine spezielle Genehmigung ist es nicht erlaubt über 400 Fuß (gut 120 Meter) zu fliegen. Weiterhin gilt ein Flugverbot in einem Sicherheitsradius von fünf Meilen (ca. 8 Kilometer) um Flughäfen und Flugverbotszonen. Diese Richtlinien gelten selbstverständlich für ausnahmelos alle Drohnen und Hobby-Flugzeuge, also auch für die Modelle von TobyRich.

Habt ihr Anmerkungen oder Fragen? In den Kommentaren ist Platz dafür.

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