Fotorealistisches Rendern einer Drohne mit Keyshot und Photoshop

Das Ziel war es, ein möglichst fotorealistisches Rendering von einem unserer Produkte zu erzeugen. Dazu standen uns die Programme Keyshot und Photoshop zur Verfügung sowie unsere Smartphone-Kamera.

Im Folgenden möchten wir euch die wesentlichen Schritte kurz & prägnant erläutern. Dazu haben wir Alles auf Video festgehalten, welches ihr euch im Zeitraffer hier anschauen könnt.

Im ersten Schritt wurde unser Flugzeug mit dem Smartphone in unserem Meetingraum „geknipst“. Dieses Foto dient als Referenz für die weitere Arbeit am Computer. Ein zweites Bild vom Glastisch – diesmal ohne Flugzeug – wird später als Hintergrund für das 3D Rendering dienen.

Originalfoto

Die exakten 3D Daten unseres Flugzeugs sind natürlich vorhanden und werden noch mit ein paar Unregelmäßigkeiten „verfeinert“: Klebereste, leichte Asymmetrien, Ausrichtungsfehler und gerundete Kanten helfen dabei, dem perfekten 3D Modell ein realistisches, nicht ganz so perfektes Aussehen zu verleihen.

Das Material unseres Flugzeugs ist sehr speziell, daher wurde der Flügel kurzerhand eingescannt, um aus den Bildern Texturen zu erzeugen. Für einen guten Fotorealismus muss nicht nur die Oberflächenfarbe („Diffuse map“), sondern auch die Oberflächenrauheit („Bump map“) und der Oberflächenglanz („Specular map“) als Textur erzeugt werden. In Adobe Photoshop lassen sich diese Texturen relativ einfach aus dem gescannten Bildmaterial erzeugen.

Natürlichkeit vor Perfektion

Die Texturen werden im Renderingprogramm Keyshot auf das Modell gelegt. Zusätzlich wird auf alle Teile des Flugzeugmodells noch eine weitere Textur mit Staub, Fingerabdrücken und Kratzern gelegt, um das Ergebnis weniger perfekt zu machen und damit natürlicher erscheinen zu lassen.

Neben der Erstellung realistischer Texturen ist die realistische Beleuchtung von 3D Objekten eine zweite große Herausforderung. Keyshot nutzt 360° Kugelpanoramen, um die Modelle zu beleuchten („Image-based Lighting“). Ein passendes Panorama unseres Meetingraumes kann schnell und einfach mit dem Smartphone und der App „Google Streetview“ erzeugt werden.

Nach dem Feintunen der Beleuchtung und der Texturen, kann das Flugzeug bereits gerendert werden. Die Reflektionen im Glastisch, sowie die Schatten darauf, wurden separat erzeugt und exportiert.

Finetuning mit Photoshop

In Photoshop müssen die verschiedenen Ebenen nun mit dem Anfangs aufgenommenen Hintergrundbild zusammengefügt werden. Außerdem wird die Farbtemperatur des Renderings angepasst, Rauschen hinzugefügt und anschließend reduziert (so wie das in der Smartphone-Kamera ebenfalls passiert) sowie Kontrast und Helligkeit angepasst.

Die größte Hürde beim Erstellen fotorealistischer Renderings ist die eigene Subjektivität: Wenn man länger am Bild arbeitet und es anschaut, verliert man den Blick für die Details die das Bild unrealistisch erscheinen lassen. Meist ist es sehr hilfreich das Bild für einen Tag in Ruhe zu lassen und erst danach mit frischem Blick wieder die Arbeit aufzunehmen.

Foto (links) und Rendering (rechts)

Ihr rendert auch mit Keyshot? Was sind eure Erfahrungen? Wir freuen uns auf euer Feedback!

 

 

 

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